Die Vorweihnachtszeit in Sachsen-Anhalt 2025 beginnt mit einem echten Highlight: Am 20. November 2025 öffnet der Magdeburger Weihnachtsmarkt auf dem Domplatz seine Tore – und damit die Saison für über 125 Stände mit Glühwein, Handwerk und winterlichem Zauber. Bis zum 29. Dezember 2025 bleibt er geöffnet, mit nur wenigen Ausnahmen: Am Totensonntag, 23. November 2025, bleibt er geschlossen – ein stiller Moment inmitten des Trubels. Was viele nicht wissen: Der Markt in Magdeburg ist nicht nur der älteste, sondern auch einer der größten im Land, mit einer Märchengasse für Kinder, einem Bastelhaus und sogar einer Backstube, in der man selbst Plätzchen formen kann. Hier wird Weihnachten nicht nur gesehen – man lebt sie.
Die größten Märkte im Überblick
Während Magdeburg mit seiner historischen Kulisse und dem umfangreichen Programm punktet, setzt Halle (Saale) auf Eleganz und Vielfalt. Der Weihnachtsmarkt in Halle startet am 25. November 2025 um 16 Uhr und läuft bis zum 23. Dezember 2025. Mit über 120 Händlern – von Kerzenmachern bis zu regionalen Bio-Bauern – ist er einer der vielfältigsten in ganz Sachsen-Anhalt. Besonders beliebt: der Galerie-Abend am 29. November 2025, wenn die Straßen mit Lichtern und Live-Musik erstrahlen. Und wer denkt, es sei vorbei nach Weihnachten, irrt: Vom 26. Dezember 2025 bis 6. Januar 2026 finden die Halleschen Wintermärkte statt – ein sanfter Abschluss der Saison mit weniger Menschen, mehr Ruhe und noch mehr Glühwein.
Ein weiteres Juwel ist Quedlinburg. Der Weihnachtsmarkt dort läuft vom 26. November bis 22. Dezember 2025 und präsentiert sich als einzigartige Mischung aus mittelalterlichem Flair und modernem Kunsthandwerk. Über 50 Stände verkaufen nicht nur Lebkuchen und Glühwein, sondern auch handgeschnitzte Holzspielzeuge und filigrane Weihnachtspyramiden. Besonders charmant: Die Öffnungszeiten – Samstag bis 22 Uhr, Sonntag bis 20 Uhr – lassen genug Zeit, um die engen Gassen zu erkunden, ohne in der Menge zu versinken. Und nach dem offiziellen Ende bleibt die berühmte Weihnachts-Pyramide erhalten – ein stiller, magischer Ort, der noch lange nach Weihnachten anzieht.
Einzigartige Traditionen und kleine Geheimtipps
Nicht jeder Markt ist groß – manche sind klein, aber umso eindrucksvoller. Der Haldensleber Sternenmarkt vom 6. bis 21. Dezember 2025 verwandelt die Innenstadt in ein Lichtermeer. Hunderte von Sternen, die an den Fassaden der Markthäuser hängen, werden täglich um 17 Uhr von einem Weihnachtsmann geöffnet – stilecht mit einer historischen Feuerwehrleiter. Es ist kein bloßer Markt, sondern eine lebendige Geschichte, die man miterlebt. Wer hier ist, fühlt sich wie in einem Märchenbuch – nur dass die Figuren echt sind.
In Lutherstadt Wittenberg wird Weihnachten mit Geschichte verbunden. Der Markt läuft vom 24. November bis 29. Dezember 2025 – und ein Highlight ist der "Markt der schönen Dinge" vom 28. bis 30. November 2025 in den Cranach-Höfen. Hier treffen Künstler, Glasbläser und Maler auf Besucher, die nach etwas Einzigartigem suchen – nicht nach Massenware, sondern nach Erinnerungen. Die Atmosphäre ist ruhig, fast intime, als würde man durch die Werkstätten der Reformation wandern.
Und dann gibt es noch Bad Suderode. Der Weihnachtsmarkt dort öffnet erst am 29. November 2025 um 14 Uhr – aber mit einem großen Knall: Die Landesbergparade Sachsen-Anhalt zieht durch den Kurpark, mit Musik, Feuerwerk und einer großen Lichterinstallation. Ein kleiner, aber feiner Auftakt für das erste Adventswochenende.
Was kommt nach Weihnachten?
Die meisten Märkte schließen am 24. oder 25. Dezember – doch nicht alle. In Halle geht es weiter. In Naumburg lockt das "Saale-Glühweinwandern" am 6. und 7. Dezember 2025: Ein 5-Kilometer-Rundweg mit sieben Glühweinstationen, Musik und weihnachtlichen Geschichten entlang der Saale. Wer das macht, kennt den Unterschied zwischen einem Markt und einem Erlebnis.
Auch der Freilichtmuseum Diesdorf hat etwas Besonderes: Der historische Weihnachtsmarkt am 13. und 14. Dezember 2025 ist ein Zeitreise-Erlebnis. Hier wird alles nach historischen Vorbildern hergestellt – vom Brot bis zum Kerzenziehen. Kinder lernen, wie man vor 200 Jahren Weihnachten feierte. Es ist nicht nur ein Markt – es ist ein Museum, das lebt.
Warum das alles wichtig ist
Die Weihnachtsmärkte in Sachsen-Anhalt sind mehr als nur ein Ort zum Einkaufen. Sie sind ein sozialer Anker, ein kulturelles Gedächtnis, ein Ort der Gemeinschaft. In einer Zeit, in der viele sich verloren fühlen, bieten sie Halt – mit warmem Licht, duftendem Glühwein und der Stimme eines Kinderchors, der aus einer alten Kirche hallt. Sie verbinden Generationen, Städte, Regionen. Und sie zeigen: Tradition ist nicht statisch. Sie lebt – in den Händen der Händler, in den Liedern der Musiker, in den Augen der Kinder, die zum ersten Mal die Weihnachts-Pyramide sehen.
Was kommt als Nächstes?
Bis Ende November 2025 werden noch mehr Märkte eröffnen – besonders im Saalekreis. Merseburg, Querfurt und Leuna feiern ihr erstes gemeinsames Adventswochenende vom 28. bis 30. November 2025. Und in Stendal findet am 5. und 6. Dezember 2025 ein Programm mit Feuershow und Bastelstraße statt – ideal für Familien. Wer jetzt plant, kommt nicht nur rechtzeitig, sondern auch mit einem klaren Bild: Diese Märkte sind kein Termin im Kalender – sie sind ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Frequently Asked Questions
Welche Märkte sind besonders kinderfreundlich?
Der Magdeburger Weihnachtsmarkt bietet mit der Märchengasse, dem Bastelhaus und der Backstube ein umfangreiches Kinderprogramm. In Halle gibt es einen Märchenwald und eine begehbare Krippe, während Stendal am 5. Dezember eine eigene Bastelstraße einrichtet. Auch Quedlinburg und Wittenberg haben spezielle Aktivitäten für Familien – besonders an den Wochenenden.
Gibt es Märkte, die auch nach Weihnachten geöffnet sind?
Ja – die Halleschen Wintermärkte laufen vom 26. Dezember 2025 bis 6. Januar 2026 und bieten eine ruhigere, aber ebenso stimmungsvolle Alternative. In Naumburg gibt es zudem das "Weihnachtliche in den Höfen" am 29. und 30. November, und in Bad Suderode bleibt die Lichterinstallation bis Anfang Januar erhalten. Diese Angebote sind ideal für Menschen, die den Trubel der Weihnachtstage meiden.
Warum ist der Haldensleber Sternenmarkt so besonders?
Weil er nicht nur verkaufen, sondern erzählen will. Täglich um 17 Uhr öffnet der Weihnachtsmann ein Fenster am Markthaus – mit einer historischen Feuerwehrleiter, wie es früher üblich war. Es ist eine spielerische Erzählung, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen fasziniert. Kein anderer Markt in Sachsen-Anhalt verbindet Licht, Geschichte und Interaktion so einzigartig.
Welche Märkte sind am besten mit dem Zug erreichbar?
Magdeburg, Halle, Quedlinburg und Wittenberg liegen direkt an der ICE-Strecke und sind gut mit Bahn und Regionalzug erreichbar. Naumburg und Merseburg haben gute Anbindungen über die S-Bahn, während Haldensleben und Bad Suderode mit Busverbindungen aus den umliegenden Orten zu erreichen sind. Wer ohne Auto kommt, sollte sich die Fahrpläne der DB und des MVV genau ansehen – viele Märkte bieten spezielle "Weihnachts-Shuttles".
Wann ist der beste Zeitpunkt, um die Märkte zu besuchen?
Wer Ruhe sucht, sollte Montag bis Mittwoch zwischen 14 und 18 Uhr kommen – dann ist weniger los. Am Wochenende ist es voller, aber auch lebendiger. Der Freitagabend nach 18 Uhr in Halle und Magdeburg ist besonders stimmungsvoll, aber auch am dichtesten. Für Familien mit Kindern empfiehlt sich der Samstagvormittag – da sind die Aktivitäten für Kinder besonders gut organisiert.
Gibt es regionale Spezialitäten, die man nicht verpassen sollte?
In Sachsen-Anhalt ist der "Sauerbraten mit Klößen" ein Muss – besonders in Magdeburg und Halle. In Quedlinburg probieren Sie die "Quedlinburger Zimtsterne" mit Mandelkernen, in Wittenberg gibt es den "Luther-Punsch" – ein Gewürzwein mit Zitrone und Nelken. Und in Bad Suderode: die "Harzer Käsebratwurst" mit Apfelmus. Diese Spezialitäten sind nicht nur lecker – sie erzählen Geschichten der Region.